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Grete & Gerd auf Reisen
an den Lago Maggiore
Hallo liebe Leser . Wir haben den Juni 2008 und ich , Grete habe es endlich geschafft meinen Mann Gerd zu einer Reise zu überreden. Er hatte keine Lust allein zu fahren, weil:...man kennt sich nicht aus und sieht nichts - ganz zu schweigen von dem ganzen Vorbereitungsaufwand... Auch hatte er keine Lust mit einer großen Gruppe zu reisen weil:... in der Urlaubszeit werde ich mir doch nicht sagen lassen, wann ich wo was zu tun habe und das noch mit vielen Fremden, die alle irgendwelche eigene Probleme mit in den Urlaub nehmen. ... . Nach langer Suche fand ich eine Möglichkeit alle seine Argumente zu entkräften. Mit einem Familienunternehmen aus der Region fahren wir ganz individuell, mit wenigen Mitreisenden und ohne große Zeit und Routenzwänge in den Urlaub. Mensch bin ich aufgeregt. Jeden Moment muss der schöne Bus vor unserer Haustür erscheinen. Oh ja da ist er !! Wir werden gleich von dem freundlichen Fahrer und Reiseleiter von der Wohnungstür abgeholt. Unser Gepäck wird uns abgenommen und im Fahrzeug verstaut. Beim Einsteigen sehen uns fünf freundliche Augenpaare an und beginnen gleich sich vorzustellen. Ich fühle mich pudelwohl und ich glaube Gerd geht es genauso, obwohl er es noch nicht zu gibt. Wir sind als letztes zugestiegen und nun geht es los. Unser netter Reiseleiter Herr L. begrüßt uns, erklärt uns die kleinen Raffinessen des Busses durch die unsere Fahrt noch angenehmer werden wird. Mensch, wie viel Platz ich hier habe und ich bin bei Leibe keine Bohnenstange!! Plötzlich wird Gerd ganz aufmerksam. Als ich noch mit mir zu tun hatte hat er schon die Reiseroute auf dem Bildschirm entdeckt. Ganz nebenbei sagt er mir: „... das ist ja wie im Familienurlaub...“ Unsere Fahrt geht Richtung Süden, an Nürnberg und Stuttgart vorbei nach Eisenbach im Schwarzwald. Der Tag verging mit tollen Gesprächen, interessanten Filmen, gutem Essen und entspannenden Nickerchen... am späten Nachmittag kommen wir in unserem Hotel im Schwarzwald an. Ihr müsst wissen, liebe Leser, das die gesamte Strecke zu weit ist, um sie an einem Tag zu schaffen. Unser Reiseleiter lädt uns vor dem Abendessen noch auf einen kleinen Spaziergang ein. So .. jetzt ins Bett und morgen geht es weiter..... Gerd, GEERRDD!!! Schnarch nicht So!!
Guten morgen Liebe Leser. Heute geht es weiter an den Lago Maggiore! Ich habe gut geschlafen und das Frühstück war einfach nur toll. Gerd meinte er freue sich auf die Busfahrt, als ich Ihn verdutzt ansehe meint er: „... na ja, das ist, als ob ich in meinem Wohnzimmersessel durch die Gegend fahre...“ Da konnte ich mir ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen. So ist das eben mit meinem Mann, erst gegen alles und dann schon immer dafür. Wir fahren vorbei an der wunderschönen Bergwelt der Schweizer Alpen. Am Nachmittag erreichen wir unser Zielhotel am Lago Maggiore. Unser Gepäck wird aufs Zimmer gebracht und wir können erst einmal richtig ankommen. Mein Gott ist das schön hier!! Unser netter Herr L. Gibt uns ein paar Tipps, wie wir die nähere Umgebung erkunden können. Ich fühle mich, als ob ich wieder 20 bin und mit Gerd auf Hochzeitsreise. .. Momment mal, wir waren nie auf Hochzeitsreisreise. Na Gerd , .. besser spät als nie!! Ich muss ihn wohl selten versonnen angesehen haben denn sein Blick war leicht irritiert. Zurück im Hotel treffen wir uns mit den Anderen und dem netten Herrn L. Zum Abendessen. Es ist alles so schmackhaft und alle erzählen ihre Eindrücke, Gedanken und Erlebnisse vom Nachmittag. Es wird ein langer, lustiger Abend. Herr L. schlägt einen Ausflugsplan für den nächsten Tag vor und unsere Vorfreude ist kaum noch zu beschreiben. Doch für heute gute Nacht, liebe Leser, eure Grete.
Buah hab ich fest geschlafen. Es ist um sieben und wir sollten so langsam mal ans Aufstehen, Morgentoilette und Frühstücken denken. Ich habe vielleicht einen Appetit. Im Frühstücksraum erwartet uns Herr L. Und die anderen Truppenteile trudeln auch so langsam ein. Unser Essen ist großartig, das kann man zu Hause niemals alles bieten. Und wenn ich an die Arbeit denke.. das ist für mich ja mit das schönste... An einen gemachten Tisch setzen, schmecken lassen und einfach wieder gehen. Aber das Gefühl kennen Sie ja bestimmte auch, meine Damen! So ein gemütliches, ausgiebiges Frühstück, jetzt sind wir alle gestärkt und begierig auf den Tag. Heute fahren wir mit unserem Bus nach Stresa. Von hier aus geht es mit einem Boot auf eine Inselrundfahrt. Wir besuchen die drei Borromäischen Inseln, Isola Bella, Isola Madre und Isola Pescatori. Am Nachmittag sucht uns unser netter Herr L. ein idyllisches Plätzchen und wir genießen das unbeschreiblich schöne Panorama. Überhaupt fällt mir auf, das Herr L. immer für uns da ist, wir uns aber immer völlig frei fühlen. Eine sehr angenehme Art des Reisens. Ob es heute Abend wohl genau so lustig wird wie gestern? Unser Abendessen war wieder einmal köstlich. Ich muss gestehen, obwohl wir den ganzen Tag einfach nur genossen haben, zieht es mich und Gerd schon sehr zeitig vor zufriedener Erschöpfung in die Schlafkojen.
Guten Morgen liebe Leser1 Heute ist Tag 4 unserer Reise und mein Mann Gerd und ich haben wunderbar geschlafen. Der gestrige Tag war ein Traum, da sind wir schon jetzt gespannt,womit uns unser Herr L. Heute verwöhnen wird. Als wir zum Frühstücksraum geschlendert kommen, sind bereits einige unserer Mitreisenden kräftig am Spekulieren. Aber ehe ich mit mache, lassen wir uns das abwechslungsreiche Frühstück schmecken. .. Nachdem Herr. L über unsere wilden Diskussionen selbst ein wenig schmunzeln muss, geht der Tagesausflug los. Wir erleben eine Rundfahrt mit dem Lago Maggiore – Express. Als erstes fahren wir mit der Staatsbahn von Stresa nach Domodossola. Weiter geht es dann, entlang der wunderschönen Alpenlandschaft, mit der Centovalli – Bahn nach Locarno. Meine Güte ich staune gerade wie die Zeit vergeht. Gerd ist von der Landschaft so fasziniert. Er ließ sich sogar zu der Aussage hinreißen: „... das hätten wir allein nie alles erlebt...“ . Besonders angenehm finde auch ich, das man zwar in einer kleinen Gruppe unterwegs ist, aber wir dennoch so viel Zeit nur für uns zwei haben. Locarno ist traumhaft und heute spielt auch das Wetter wieder so schön mit. Man kommt sich vor wie beim LEONHARD in einer Fernsehsendung. Von Locarno fahren wir mit dem Schiff wieder zurück nach Stresa. Wir haben noch einige Zeit bis zum Abendessen. Für Gerd und mich ist es fast schon eine Tradition geworden, eine kleine Spazierrunde zu drehen um dann zusammen auf der Terrasse zu sitzen und ein Glas kühles Bier in der Abendsonne zu genießen. Nach dem Abendessen werden wir sicher noch ein wenig mit den anderen Gästen erzählen. Herr L. Hat uns alle zu einem kleinen Umtrunk eingeladen, da wir heute „Bergfest“ haben. Unsere Männer haben ihn zum Skatspiel herausgefordert. Na, ob sie sich das gut überlegt haben..?? Guten Morgen liebe Leser. Heute ist bereits Tag fünf unserer Urlaubsreise. Ich bin vielleicht noch verschlafen, obwohl es bereits viertel nach sieben ist. Zugegeben, es ist gestern noch spät geworden, aber es war ein toller stimmungsvoller Abend. Obwohl ich immer noch der Meinung bin, das Herr L. unsere Männer beim Skat gewinnen lassen hat. Aber jetzt habe ich Hunger : „...Gerd, GGERRDD.. aufstehen !!..“ Heute starten wir zu einer weiteren Rundfahrt. Für diesen Tag begleitet uns ein weiterer Reiseführer. Wir starten mit unserem schönen Bus in Richtung Schweiz, vorbei an Locarno zum Comer – und Luganer See. Der einheimische Reiseführer bringt uns Land und Leute auf unglaublich leichte Art nahe. Ich komme mir vor, als ob ich hier alle schon lange kenne. Als ich das in die Runde sage, stimmen mir die anderen Gäste gleich zu. Am Comer See haben wir Zeit für einen kleinen Imbiss und um die Landschaft auf uns wirken zu lassen. Später geht es dann mit unserem „Einheimischen“, wie wir den zweiten Reiseführer nur noch liebevoll nennen, weiter entlang des beeindruckenden Panoramas der Schweiz und Norditaliens. Heute kommen wir genau rechtzeitig zum Abendessen zu unserem Hotel zurück. Wir werden unseren Spaziergang auf nachher verlegen.
Meine Güte, heute ist bereits der letzte Tag hier am Lago Maggiore. Liebe Leser, ihr merkt sicher, das ich bereits jetzt ein wenig traurig bin. Aber jede schöne Zeit geht irgendwann auch mal zu Ende. Mit diesen, zugegeben ein wenig wehmütigen Gedanken betreten wir den Frühstücksraum. Doch da strahlt uns unser netter Herr L. bereits an. Als ob er weiß, was ich gerade fühle?! Er erzählt uns von dem wunderschönen Tag der noch vor uns liegt und meine Laune ist schlagartig besser. Heute fahren wir mit unserem Bus an die Südspitze des Lago Maggiore, bis nach Laveno. Jetzt geht es mit der Seilbahn bis zur Spitze des Sasso del Ferro. Es ist überwältigend!! Ich kann es kaum glauben, ich die kleine Grete stehe mit Gerd hier oben. Ich fühle mich so winzig und doch so lebendig und frisch. Der Ausblick lässt uns alle in einigen Minuten andächtig staunend verharren. Später fahren wir mit der Autofähre wieder zurück. Mensch Gerd, heute ist der letzte Abend hier. Komisch, Gerd steht bereits ganz selbstverständlich bereit für unseren Spaziergang. Heute wollen wir uns ganz persönlich und still von der traumhaften Kulisse verabschieden. „... Na Gerd, wirst du zu Hause auch jeden Abend mit mir spazieren gehen ??“ Meine Frage kam aus einer äußerst romantisch verklärten Stimmung heraus, denn mein Göttergatte meint nur „...ach .. hör doch damit auf !...“ Aber trotzdem weis ich, das ihm der Urlaub sehr gut gefallen hat. Als ich ihn kurz vor unserem Hotel wie beiläufig ansehe, fällt mir eine kleine Träne auf. Ach ja, da wird mein alter Mann doch noch etwas rührsehlig. Der Abend wird wieder sehr entspannend und gemütlich. Doch irgendwann heißt es doch : Gute Nacht Lago Maggiore!
Heute ist es nun doch so weit, der Moment der Heimreise ist gekommen. Noch ein letztes ausgiebiges Frühstück und wir verlassen mit unserem netten Herrn L. den Lago Maggiore. Heute geht es erst einmal zurück in den Schwarzwald. Früher hatte ich immer ein wenig Angst vor der Heimreise, die Fahrt und der Stress, da war meist der Urlaubseffekt schon weg. Ich hätte nie geglaubt, wie entspannt man auch auf einer Rückfahrt sein kann. Der Tag ist buchstäblich verflogen. Und schon wieder wartet unser netter Herr L. Mit einer Überraschung auf. In unserem Hotel im Schwarzwald erwartet uns bereits eine orginal Schwarzwälder-Kirsch -Torte und Kaffee. Später starten wir noch einen Ausflug an den Tittisee. In Wundervollen Erzählungen lassen wir die seele baumeln und die letzten Tage Revue passieren. Das ist ja eine herrliche Idee !
Später genießen wir noch unser letztes gemeinsames Abendessen. Aber die anderen Gäste sind sich schon jetzt sicher, „...das war garantiert nicht die letzte Fahrt...“ Und am Ende des Abends wird schon kräftig über neue Urlaubsziele diskutiert. Aber am überraschtesten war ich, als mein alter Gerd die Stimme erhob und lauthals verkündete:.“...also wenn es in die Masuren geht bin ich wieder dabei. ... und meine Frau auch!..“ Ich hab vor Staunen gleich das Lachen vergessen. Aber recht hat er ja. So einen tollen Urlaub hatten wir noch nie. Am nächsten Tag fahren wir nun wirklich heim. Die Stunden vergehen im Handumdrehen. Plötzlich sind wir wieder zu Hause und unser netter Herr L. trägt uns unser Gepäck bis vor die Wohnung. Komisch, wie fremd einem die eigene Wohnung vorkommen kann? Doch es ist ein schönes Gefühl, alles was ich vor der Reise schon nicht mehr hab sehen können, finde ich jetzt gar nicht so schlimm. Wir verabschieden uns ein wenig wehmütig von den Anderen und unserem netten Herrn L.. Wir winken dem schonen Bus noch eine Zeit lang hinterher. Aber bereits jetzt wissen Gerd und ich, es war garantiert nicht die letzte Fahrt mit Herrn L. So einig waren wir uns in der letzten Zeit eigentlich bei keinem Thema. Hey, dabei kommt mir der Gedanke: „... vielleicht treffen wir ja das nächste mal gerade Sie, liebe Leser, auf einer Reise. Es würde uns unheimlich freuen...“
So für dieses mal Gruß & Kuß und Schluß! Eure Grete und ihr Gerd!
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